Stromspeicher aus dem Ökopark

17.07.2012

"neovoltaic" bietet Lösung, um den Strom aus der Sonne zu speichern

Besitzer von Fotovoltaikanlagen kennen das Problem: Tagsüber, wenn die Solarzellen auf dem Dach den meisten Strom produzieren, wird er oft nur zum Teil im Haus selbst benötigt. Ihn bis zum Abend, wenn Beleuchtung und Fernseher laufen, aufzuheben, geht nicht. Also geht er zum (niedrigen) Einspeisetarif ins allgemeine Stromnetz.

Im Mai hat sich im Ökopark Hartberg eine Firma angesiedelt, die als erste in Österreich eine Lösung anbietet. Die "neovoltaic AG" baut Stromspeicher, welche den aus der Sonne gewonnenen Strom bis zum Verbrauch aufsparen können. "Es ist günstiger, den Strom selbst zu verbrauchen, als ihn einzuspeisen, da man sich die Netzkosten erspart", nennt "neovoltaic"-Vorstand Werner Posch einen Vorteil. Ziel sei, dass private Solaranlagen auch ohne Förderung rentabel betrieben werden können.

Kooperationspartner ist der chinesische Akkuhersteller "Lishen", der unter anderem die Batterien für Apples iPhone liefert. Gemeinsam wurden für die Anwendung Lithium-Ionen-Akkus entwickelt, die auch nach zehn Jahren Dauereinsatz noch mindestens 87,5 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität aufweisen. Posch: "Dafür garantieren wir." Der Stromspeicher ist derzeit nur in Kombination mit einer "neovoltaic"-Solaranlage erhältlich. "Ende des Jahres wollen wir auch eine Speicherlösung für bestehende Fotovoltaiksysteme anbieten", stellt Posch in Aussicht.

Stadtwerkedirektor Reinhard Fink ist auf den neuen Betrieb im Ökopark stolz: "Er passt wunderbar zu uns." Und auch Posch lobt seinen Vermieter: "Er ist ein Visionär auf diesem Gebiet." Auf dem Ökopark-Parkplatz entsteht derzeit eine Referenzanlage, die künftig der "Betankung" von Elektroautos dienen soll. Infos im Internet: www.neovoltaic.com (Quelle: "Kleine Zeitung" |  13.07.2012)

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